Leben & Sterben in Glückseligkeit!

Schön dass du hier bist!

Lass uns beide für einen Moment eintauchen, in die Themen Leben & Tod, Lebenssinn und was Karma damit zu tun hat. Ich weiß, dass das eher schwere Themen sind, doch mein Wunsch ist es, etwas mit dem falschen Verständnis von Schicksal und Zufall aufzuräumen. Außerdem möchte ich dich inspirieren, über deinen Fußabdruck auf dieser Welt nachzudenken und mit dir über die allgegenwärtige Angst vor dem Tod sprechen.

Inwieweit hast du dich bereits mit dem Thema Tod und Sterben auseinandergesetzt? Ich wurde in den letzten Jahren gleich 2 Mal unvorbereitet damit konfrontiert. Eins ist sicher, diese Erfahrungen haben mein Leben und die Sicht darauf knallhart beeinflusst. Die erste brutale Erkenntnis ist, dass wir jederzeit damit in Berührung kommen können, mit dem Ende unseres eigenen Lebens oder das unserer Lieben. Die zweite Erkenntnis ist, ab dem Moment, in dem wir begreifen, dass jemand stirbt, zählen nur noch solche Momente, die Spuren hinterlassen haben. Berichte von Nah-Tod Erfahrungen beschreiben sogar, dass das eigene Leben im Schnelldurchlauf an einem vorbeizieht, doch vor allem die Auswirkungen der eigenen Handlungen werden mit all ihren Emotionen nochmals erlebt. Auch die Hinterlassenen spüren das. Als mein Papa gehen musste, habe ich erst das immense Ausmaß seiner liebevollen Güte mir gegenüber verstanden. Zwar wusste ich schon davor, wie wunderbar mein Papa ist, aber durch den Tod ist diese selbstlose Liebe nochmal auf einer ganz anderen Ebene spürbar geworden. Das heißt also, dass die Art und Weise wie wir unser Leben gelebt haben an dem Zeitpunkt, an dem wir diesen Körper verlassen, nochmal eine besondere Rolle spielt.

Ich weiß, dass es dich erschüttern wird, dass ich das jetzt frage, aber hast du dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wie du auf dein Leben zurückblickst, wenn es auch für dich soweit ist? Das ist wichtig, denn der Tod hat eine wesentliche Rolle in unserem Leben: er macht uns klar, dass dieses Leben endlich ist und bewegt uns dazu, über unsere Lebensweise nachzudenken. Auf welche Person und welche Taten von dir willst du zurückblicken, wenn es soweit ist?

Die yogische Philosophie besagt, dass jeder mit einer Lebensaufgabe auf die Welt kommt. Nimmst du dir Zeit im Alltag rauszufinden, was deine Bestimmung ist? Oder glaubst du wir sind alle aus dem gleichen Grund hier? Was könnte das dann für ein Grund sein? Es ist doch deutlich schöner ein Leben mit einer Vision zu leben, als nur jeden Tag aufzustehen, ohne zu wissen, warum man das alles eigentlich macht, oder nicht?

Und jetzt die großen Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod und wenn ja, was erwartet uns da? Hat unsere Lebensweise darauf Einfluss, was danach passiert?  Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, weder dafür, dass es weitergeht, noch dass es nicht weitergeht. Ein kurzer Blick auf die großen Weltreligionen zeigt, dass sie sich in einer Sache einig sind: Dein Verhalten während deinem jetzigen Leben beeinflusst das Danach! Im Christentum sprechen wir von Himmel und Hölle, die fernöstlichen Philosophien glauben an Inkarnation. Viel tiefer in die Religionen will ich hier gar nicht eintauchen, aber selbst wenn die Auslegung auf dem Globus teilweise etwas anders ist, ist die Überzeugung für das „Danach“ vorhanden und das ist super spannend.

Ich persönlich bin überzeugt davon, dass es weitergeht und dass diese Zeit in unserem jetzigen Körper nicht alles ist, was wir erleben dürfen. Das haben mich die Erfahrungen mit dem Tod in meinem Leben spüren lassen. Daher macht es für mich auch absolut Sinn, dass wir einmal über das „Danach“ nachdenken, ohne dass wir im Detail wissen müssen, wie es aussieht. Ist es nicht auch auf irgendeine Weise beruhigend nicht auf alles eine Antwort zu haben und einfach zu vertrauen, dass es noch eine durchaus intelligentere Instanz gibt als uns Menschen?

Und jetzt kommt unser Karma ins Spiel. Hier im Westen verstehen wir Karma oftmals als Schicksal oder Vorbestimmung. Eigentlich bedeutet Karma aber genau das Gegenteil. Karma heißt übersetzt „Handeln“ und meint damit den Akt des Handelns an sich, gleichzeitig aber auch das Ergebnis unserer Handlung. Also kurz gesagt geht es hier um das universelle Gesetz von Ursache und Wirkung.

Der Buddha sagt:

„Du bist, was du warst, du wirst sein, was du tust“.

Mach dir bewusst, dass in jeder noch so kleinen Handlung eine Kraft steckt. Diese Kraft erzeugt eine Wirkung auf (nicht nur) dein Leben, jedoch nicht immer sofort, so dass uns das oftmals gar nicht bewusst ist, dass wir die Situationen denen wir begegnen selbst herbeigeführt haben. Wenn du also von einem Zufall redest, ist es eigentlich nur die Auswirkung auf das Handeln von dir und anderen Menschen, nichts passiert ohne Ursache!

Um nochmals auf die Yoga Philosophie zurück zu kommen, möchte ich auf die Bhagavad Gita eingehen, ein Werk das von hunderten Millionen Menschen gelesen wurde und dem man nachsagt, eine der großartigsten Quellen spiritueller Unterweisung auf der Welt zu sein. In diesen alten Schriften steht, dass wir in unsere Handlungen begierdelos werden sollen. Das heißt handeln, ohne es auf die Früchte des Handelns abzusehen, sondern handeln aus dem tiefsten Inneren – selbstlos! Verglichen mit dem Regen, der selbstlos auf die Erde fällt, damit wir Nahrung bekommen, sollten auch unsere Handlungen selbstlos sein.

Für unser Leben heißt das im übertragenen Sinne, dass wir uns manchmal aus dem Alltag zurücknehmen und innehalten sollten, um uns zu fragen: „Ist das, was ich grade mache aus einer egoistischen Motivation geboren oder dient es dem Allgemeinwohl? Und das ist der Knackpunkt – wir haben verlernt das zu beantworten. Weil egoistisches Verhalten zur Normalität gehört. Weil wir verlernt haben, diese innere Stimme zu hören, die eigentlich weiß, wenn wir gegen unser eigenes Glück arbeiten. Und deswegen kennen wir unsere Bestimmun g auch nicht, wodurch unsere täglichen Handlungen nicht im EInklang mit dem sind, was unser Herz eigentlich will.

Karma bewirkt, dass wir uns selbst schaden, wenn wir andere verletzen und für unsere eigenes Glück sorgen, wenn wir andere glücklich machen.  So einfach ist es. Das was du gibst, kommt mindestens genauso zu dir zurück – vorausgesetzt du machst es nicht mit dem Ziel etwas zurück zu bekommen!

Darin liegt das Geheimnis – nichts Spirituelles, sondern ein Gesetz der Natur! Das betrifft unser jetziges Leben, kann aber – wenn du an Inkarnation glaubst – auch in deinem neuen Leben erst zum Ausdruck kommen. Daher sagen die Buddhisten, dass dein Zustand zum Zeitpunkt deines Todes deutlich entscheidender ist, als der Zustand deiner Geburt. Wie aber kann man sich kurz vorm Sterben gut fühlen? Das ist genau das, was ich versuche zu erläutern. Lebe dein Leben so, dass du im Einklang mit deiner Bestimmung bist und verliere so die Angst vorm Zeitpunkt des Sterbens. Sterben müssen wir eh, von daher wäre es doch schöner das in einem dankbaren glücklichen Zustand zu tun, anstatt voller offener Herzenswünsche und Reue.

Wahrscheinlich zweifelst du aktuell noch daran, dass das möglich ist in unserer Welt. Man muss ja Geld verdienen, man kann ja nicht arbeiten, ohne dafür eine Entlohnung zu erwarten. Das stimmt natürlich, wir müssen uns dem aktuellen Leben stellen und um zu überleben braucht man Geld und das müssen wir uns auch verdienen. Die Frage ist nur, warum machst du genau diesen Job? Sind es monetäre Gründe die dich morgens aus dem Bett treiben oder ist es die Arbeit an sich, das Handeln, welches dich glücklich macht? Genau dann gehst du im Leben dem nach, was dich glücklich macht. Der Dalai Lama beschreibt es so:

„Kostbare Tempel muss es nicht geben, auch keine komplizierte Philosophie. Unser eigener Geist und unser eigenes Herz sind unser Tempel, meine Philosophie ist liebende Güte“.

Wenn es dir schwer fällt auf solche Fragen eine Antwort zu finden oder du nicht weißt, welcher Job dich glücklich machen würde, dann liegt das daran, dass deine Sinne zu sehr in der Außenwelt verhaftet sind und du wenig im Inneren wahrnimmst. Das ist normal! An dieser Stelle will ich betonen, dass das zwar alles sehr logisch und einfach klingt, die Umsetzung jedoch eine echte Lebensaufgabe ist, der ich mich auch täglich stelle. Manch einer behauptet, dass das die eigentliche Lebensaufgabe ist! Eine der effektivsten Methoden die Sinne unter Kontrolle zu bekommen und somit wieder Kontakt zu deinem wahren ICH zu bekommen, ist Meditation. Für mich war die erste Brücke in das Land der Selbstwahrnehmung das körperliche Yoga, gefolgt von Atemübungen, Meditationen und das Lesen alter spiritueller Schriften. Das Ziel beim Meditieren (egal welche Art der Meditation) ist, frei von jeglichen Empfindungen und Gedanken zu werden, so als würden wir zumindest innerlich allein, an einem ruhigen Ort leben. Dein Geist kehrt hier in den Urzustand zurück und lädt dich ein, eins mit dem Universum zu werden.

Im Herbst werde ich einen Meditationskurs (auch für Einsteiger) anbieten. Einmal die Woche werde ich euch dabei eine Art der Meditation vorstellen und wir werden gemeinsam üben. Wenn du daran Interesse hast, setze dich jetzt schon mal auf die Warteliste, dann bekommst du als erstes die Infos zum Kurs, sobald es losgeht.

Wenn du Karma, also das Gesetz von Ursache und Wirkung einmal verstanden hast, dann wird dir klar, dass du dein Leben in der Hand hast. Es gibt keine Schicksal, in das du hineingeboren wirst und dass du (zumindest auf der geistigen Ebene) nicht ändern kannst, DU bist der Schöpfer/die Schöpferin deines Lebens. Mit jeder Entscheidung die du triffst, kreierst du deine (und nicht nur deine) Zukunft. Je mehr Leidenschaft und Herzblut aus nicht egoistischen Gründen in deinen Handlungen stecken, desto selbstloser wird dein Tun und desto mehr kannst du dich auf den Widerhall des Karmas freuen, auch wenn das nicht dein Ziel ist! Es passiert einfach.

Wenn du den Tod nicht als Ende siehst, sondern als Gelegenheit dafür, dass du dein Leben so lebst, wie es dich glücklich macht, dann geht die Angst davor vielleicht etwas verloren. Dann kannst du dich auf den Panoramarückblick freuen und darauf, die Güte nochmals zu spüren, die du in die Welt geschickt hast. Egal ob und wie es danach weitergeht, wenn du dir das Gesetz des Karmas zu Herzen nimmst, dann brauchst du keine Angst vor dem „Danach“ haben.

Was hast du zu verlieren – probiere es aus. Du kannst direkt damit anfangen und es spüren.

Welche Gedanken über dein Lebenstil haben sich während dem Lesen hier gezeigt? Wenn du richtig zuhörst, weißt du was zu tun ist. Ansonsten fange einfach an und finde deine Art von Meditation, deine Art deinen Geist zu beruhigen, um bei dir selbst anzukommen. Sei achtsam in deinen Gesprächen und führe sie bewusst. Wo kannst du noch gewaltfreier und liebevoller werden in deiner Lebensweise? Was kannst du Gutes in diese Welt hinausbringen? Schreibe deine Gedanken gerne unten als Kommentar und inspiriere damit auch alle anderen Leser*innen!

Dein Handeln auf dieser Welt hat eine wahnsinnige Kraft, es wäre schade, wenn du dieses Potenzial nicht ausnutzen würdest.

Schön dass es dich gibt!


DEINE NADJA ?

5 Gedanken zu “Leben & Sterben in Glückseligkeit!”

  1. Liebe Nadja,
    ein toller Beitrag über dieses doch so schwierige und oft unbeliebte Thema. Es begleitet mich schon lange und intensiv, meine Zeit ehrenamtlich im Hospiz war eine der intensivsten, die ich erlebt habe.
    Gerade heute haben wir eine Bergrettung mit tödlichem Ausgang erlebt. So eng liegt beides zusammen und zeigt uns die volle Intensität des Lebens.

    Danke für deine Worte ??

    1. Liebe Anke,
      ja es ist ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft und deshlab trifft es uns um so härter, wenn wir damit konfrontiert werden.
      Das Leben hat eine wahnsinns Intensität – du sagst es. Danke fürs Teilen von deinen Gedanken.
      Schön dass es dich und deine Arbeit gibt!

  2. Liebe Nadja, es ist immer wunderbar zulesen wie du schreibst das Thema Tod Angst Verlust ist nicht so einfach wir versuchen vielen zu verdrängen. Ich habe mal einen Spruch gelesen :Wir sind gekommen um zu gehen! Ich fand ihn sehr sehr schön. Für mich ist Meditation ein sehr wichtiger Teil meines Lebens sie erdet mich, sie gibt mir Kraft es entsteht ein Gefühl von Ruhe Zufriedenheit und Frieden.
    ?❤️

  3. Hi Nadja, toller Blog! Meine Gedanken während des Lesens flogen zu den böhsen onkelz, deren Pilgerreise ich von den schwierigen Anfängen als Proleten hin zum Licht als Propheten mit gegangen bin und bis zur Vollendung gehen werde, denn wir sind alle noch nicht am Ziel im Bestreben nach der besten Version unserer Selbst. Mir war nicht bewusst, dass „du bist was du warst und wirst sein was du tust“ vom Buddha ist und dass Karma aufs Handeln abzielt, Danke für diese Erkenntnisse. Insofern erscheint dieser bo-Song aus 1998 als buddhistisch erleuchtetes Gedicht:
    https://www.youtube.com/watch?v=BTlnTu6IPU0
    Und mein zweiter Gedanke ist, dass nicht zuletzt wegen Corona ein spürbarer Hauch von Endlichkeit ganz allgemein in der Luft liegt, welcher zumindest bei mir bewirkt mehr im Jetzt zu verweilen als sich um die Zukunft zu sorgen.
    Namasté!

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